Eine beeindruckende Bandbreite an spannenden Projekten
Am 23. Juli 2026 ging die bewährte Sommer-Bus-Exkursion auf Initiative von Amtsleiter Lothar Winkler nach Oberfranken, um erfolgreiche und bemerkenswerte Ansätze und Projekte der ländlichen Entwicklung Nordbayerns kennenzulernen.
Zu Gast in Pegnitz bei der ILE Wirtschaftsband A9
Geschäftsführer Michael Breitenfelder begrüßte die Mitglieder der Akademie und gab zunächst einen Überblick über die bemerkenswert vielfältigen Handlungsfelder der ILE, während Lisa Distler die „AKADEMIE Wirtschaftsband A9 Fränkische Schweiz e.V.“ mit ihren vielfältigen Weiterbildungsangeboten in der Region vorstellte.
Interessant ist insbesondere das erklärte Ziel dabei, junge Menschen und Schülerinnen und Schülern in der Region halten und die Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort aufzeigen, Weiterbildungsmöglichkeiten für Auszubildende regionaler Betriebe ermöglichen und somit den Standort stärken sowie Vereine durch eine Unterstützungs- und Vernetzungsplattform begleiten.
Wie das „Interkommunale Kompensationsflächenmanagement der ILE“ funktioniert, erläuterte Daniel Jentsch. DAs Wirtschafsband A9 ist zusätzlich als Ökokonto-Betreiber gelistet und baut somit seine Funktion und Wirkung im Kompensationsflächenmanagement weiter aus – ein Detail, das die Zuhörer mit Interesse aufnahmen und abermals ein Beispiel der ILE, das zur Nachahmung anregt !
Dorfentwicklung, durch Innenentwicklung, kommunale Energiewende und Ernährungswende im ländlichen Raum
Für die zweite Station ging es weiter nach Hummeltal. Nach dem gemeinsamen Mittagessen — und Zeit für den gegenseitigen Austausch – stellten Julia Marx und Dietrich Pax verschiedene Ansätze der Ernährungswende im ländlichen Raum Oberfrankens vor: Der Ernährungsrat Oberfranken arbeitet als zivilgesellschaftliche Initiative in „Bio-Regio-Wochen“ modellhaft daran, die bio-regionale Versorgung in Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen voranzubringen.
Die Regionalwert AG Franken unterstützt durch Bürgerkapital ökologisch wirtschaftende Projekte und die Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft Coburg Stadt & Land bringt nicht nur Erzeuger und Konsumenten zusammen, sondern stellt auch einen richtungsweisenden Lösungsweg dar, wie die Nachfolge einer Gärtnerei mit gemeinwohlorientiertem Wirtschaften zusammengebracht werden kann!
Wie können Kommunen Dorfentwicklung nach dem Prinzip „Innen-statt-Außen“ aktiv betrieben? DAs veranschaulichte Hummeltals Bürgermeister Patrick Meyer anhand der „Neuen Mitte“, die sowohl Dorfcafé, Schule, Kita und Altenheim als auch Mehr-Familienhäuser im Dorfkern vereint und somit attraktives Wohnen für junge Familien und neue Begegnungsräume schafft.
Ein weiteres Praxisbeispiel verdeutlichte, dass Verwaltungsgemeinschaften die kommunale Energiewende so gestaltet können, dass der Betrieb von Windkraftanlagen ihnen und den Einwohnern langfristig zu Gute kommt.
Dorferneuerung in historischem Umfeld in Betzenstein
Möglichkeiten des Erhalts von Lebens- und Aufenthaltsqualität in historischen Gemeinden war das nächste Thema – Bürgermeister Claus Meyer machte anhand seiner Gemeinde Betzenstein eindrückslich sichtbar, wie der Erhalt und die Sanierung von historischer Gebäude zusammen mit der Neugestaltung von Straßen und Plätzen das Dorfbild und die Lebensqualität in einer Gemeinde vorbildlich gelingen kann!
Die lettze Station führt ergänzend zu einer privaten Maßnahmne: Der Erhalt des Schloss Betzenstein als Hotel mit eigener Brennerei bewahrt nicht nur die ortsbildprägende Struktur, sondern erhöht zudem das touristische Interesse.
Wir möchten uns bei allen Beteiligten für die spannenden und interessanten Einblicke in ihre Arbeit herzlich bedanken. Rundum war es eine interessante und inspirierende Exkursion, die durch einen regen Austausch zwischen den Teilnehmern und den vorgestellten Projekten geprägt war.