Bayerische Akademie Ländlicher Raum

23.11.2011 zurück

Stadt braucht Land braucht Stadt.

Rege Diskussion um Herausforderungen an Partnerschaften während der Europäischen Konferenz vom 23.-25. November 2011

Programm
Die Konferenz thematisierte die Gefühlslagen und das Verhältnis von Stadt und Land. Sie brauchen einander - doch gibt es eine Partnerschaft  „auf Augenhöhe“?
Teilnehmer waren engagierte Persönlichkeiten aus Europa, denen der ländliche Raum und seine Zukunftsfähigkeit sowie ein gedeihliches Miteinander von Stadt und Land ein persönliches, politisches oder berufliches Anliegen sind.

Veranstalter

Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung 
Arbeitsgemeinschaft der Akademien Ländlicher Raum in den deutschen Ländern (Arge Ländlicher Raum)
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Friewald-Hofbauer, Pröll, Brunner, Magel

  
Lesen Sie hier die Zusammenfassung von Prof. Magel (pdf-Datei)!
"Erst wenn die Kommunikation funktioniert, dann wird auch eine fruchtbare Kooperation stattfinden". 
Holen Sie sich in diesem Zusammenhang die aktuelle Publikation zu unserem Sommerkolloquium: "Gerechtigkeit für alle Regionen in Bayern. Nachdenkliches zur gleichwertigen Entwicklung von Stadt und Land“
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 D ie Konferenz in der Presse
  • Bayerische Staatszeitung, 48. KW, Interview von David Lohmann mit Prof. Holger Magel: "Metropolen sollen stärker mit ländlichem Raum kooperieren, statt weiter auf dessen Kosten zu wachsen - Stadt und Land nicht Hand in Hand". 
  • Süddeutsche Zeitun g vom 26./27. Nov. 2011, S. R12 München, Artikel von Kassian Stroh: "Der Geist ist willig, der Anreiz schwach. Im Prinzip sind sich alle einig, dass München und sein Umland viel mehr kooperieren müssten - dass die Realität eine andere ist, zeigt eine Tagung in Freising"

 

Begrüßten die Teilnehmer und Eröffneten die Konferenz

Theres Friewald-Hofbauer, Geschäftsführerin der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung
"Im Mai 1989 fand im Kardinal-Döpfner-Haus die offizielle Gründungsversammlung der Europäischen ARGE statt. Seither hat sich die ARGE von einem kleinen Pflänzchen zu einem Früchte tragenden Bäumchen entwickelt. Wir tragen dazu bei, dass sich Menschen näher kommen - Menschen aus Ost und West, aus Stadt und Land. Im Zentrum stehen lokale Gemeinschaften von Bürgern, die voneinander lernen und motiviert werden. Die Vielfalt Europas ist ein gemeinsames Erbe"
Prof. Holger Magel, Sprecher der deutschen Arge Ländlicher Raum
"Zur Zeit vergellen uns die Geldsorgen die Freude an Europa - aber bei einer Veranstaltung wie dieser, in der so viele Regionen vertreten sind, bekommt man wieder Lust! Außerdem ist längst bekannt: Es kann nicht immer nur um Wachstum gehen, es gibt auch immaterielle Werte, die genauso wichtig sind".
Helmut Brunner, Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Ländlicher Raum - mit Energie in die Zukunft!
"Wertschöpfung ist der Schlüssel" ... Wir müssen es schaffen, die Arbeit zu den Menschen bringen und auch im ländlichen Raum Bildungs- und Technologiehochburg  en aufbauen " ... "Die Stärke Bayerns liegt in der Stärke seiner Regionen".
"Der Erfolg der  Dorferneuerung zeigt, was der Dreiklang aus Beraten, Begleiten und Bezuschussen leistet"
"Wir brauchen neue Kooperationsformen. Wenn die geistigen Schranken fallen, dann sind die administrativen Grenzen zweitrangig"
Erwin Pröll, Landeshauptmann von Niderösterreich, Vorsitzender der Europäischen ARGE
"Das Imstrument der Raumordnung und Regionalplanung wird immer wichtiger! Bei uns werden die Raumordnungsprogramme in den Gemeinden erarbeitet, z.B. entlang eines Entwicklungsbandes. Gebilligt wird das Programm vom Land"
"Bei interkommunalen Gewerbegebieten können die Gemeinden gemeinsam entscheiden, wie sie die Steuereinnahmen aufteilen"
"Wir brauchen die Dörfer - sie sind stabile Elemente in turb  ulenten Zeiten. Sie haben eine wichtige Aufgabe für ein stabiles Europa"

 

 

 

Berichte aus Europas Regionen über "Ländliche Räume zwischen Anpassungsdruck und neuen Perspektiven"

 
Ein "europäisches Forum" - Italien, Slowenien, Österreich, Ungarn, Polen und Deutschland.

Hielt einen Vortrag über "Stadt-Land Partnerschaft neu denken!"

Prof. Mark Michaeli (Lehrstuhl nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land, TU München)
"Wir sollten nicht immer nur vom status quo sprechen, sondern von der Zukunft! Utopien helfen dabei allerdings nicht. Wir müssen das gesamte System verstehen und versuchen, intelligente Lösungen z.B. dort zu finden, wo Strukturen ihre frühere Funktion verloren haben"

Lebhafte Diskussion um "Stadt braucht Land braucht Stadt"

Wie ist nun das Verhältnis zwischen Stadt und Land?

Auf dem Podium: Anja Wilde (Geschäftsführerin der Europäischen Metropolregion München), Dieter Thalhammer (Oberbürgermeister von Freising), Peter Schweiker (Geschäftsführer und Leiter des Bereiches Innovation und Netzwerke der IHK Heilbronn-Franken), Stefan Reiß-Schmidt (StadtdirektorLandeshauptstadt München), Hermann Steinmaßl (Landrat des Landkreises Traunstein und Sprecher der Regionalen Planungsverbände in Bayern). Gesprächsleitung: Robert Schreiber (Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie)
Hermann Steinmaßl: "Politik und Wirtschaft haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Menschen dort leben können, wo sie geboren sind. Dafür braucht man insbesondere:Bildungsmöglichkeiten, Infrastruktur (für Daten, Menschen und Güter), günstigen Wohnraum, Einrichtungen, die Familien unterstützen (von Kindern bis hin zu Senioren), Einrichtungen des Gesundheitswesens"
Dieter Thalhammer: "Nur Vielfalt ist Stärke! Urbane und ländliche, rurale Lebensräume sind keine scharfen Gegensätze, sondern wertvolle Standortfaktoren gerade auch in einer Metropolregion, die durch den Erhalt einer lebendigen Vielfalt funktionsfähiger Lebenswelten überzeugt ...Ein  Lebens- und Kulturraumdarf nicht unwiederbringlich kurzlebigen wirtschaftlichen Interessen geopfert werden".
Anja Wilde: "Es ist keine Frage des Brauchens, sondern eine Frage des Wollens und 'Miteinander Handelns“.

Folien Anja Wilde (Metropolregion München)

Folien Peter Schweiker (Metropolregion Stuttgart)

 

"Das sind Menschen, die etwas in sich spüren"

Erhielten als "Wegbegleiter von der ersten Stunden der Europäischen ARGE an" eine Urkunde von Landeshauptmann Erwin Pröll:
Franz Artner (A), Josef Attenberger (D), Hannsjörg Fastnacht (D), Peter Fercher (A), Bernd Greßler (D), Werner Grolly (A), Christel Habbe (D), Otmar Kronsteiner (A), Hubert Liebl (D), Holger Magel (D), Josef Miller (D), Karl Paradeiser (A), Peter Schawerda (A), Ernst Scheiber (A), Karl Sieghartsleitner (A), Geza Tompai (HU), Werner Zita (A).
 

Weitere Bilder und die Präsentationen der Vortragenden zum download auf der Website der Europäischen Arge

 

25.11.2011
Dipl.-Geogr. Silke Franke,
Geschäftsführerin Bayerische Akademie Ländlicher Raum

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